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Finden Sie die passende Anleitung zur Verordnung von glucura und allen weiteren DiGA.
Indikation: Typ-2-Diabetes
PZN: 19198111
Verordnungsdauer: 90 Tage (Folgeverordnung möglich)
Rezept: Muster 16 (DiGA wird budgetneutral verordnet)
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind digitale Medizinprodukte niedriger Risikoklassen, die zur Erkennung, Überwachung und Behandlung von bestimmten Erkrankungen verordnet werden können. Beim überwiegenden Anteil aller verordnungsfähigen DiGAs handelt es sich um Smartphone–Apps.
Es gibt aber auch browserbasierte Webanwendungen oder Software zur Nutzung auf klassischen Desktop-PCs. Voraussetzung für die Zulassung als DiGA ist der Nachweis eines positiven Versorgungseffekts im Rahmen von klinischen Studien (RCT).
Weiterhin muss die Anwendung bestimmte Anforderungen an die Sicherheit, die Funktionstauglichkeit, den Datenschutz und die Datensicherheit erfüllen, die durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft werden. Das BfArM pflegt ein öffentliches DiGA-Verzeichnis in dem alle erfolgreich geprüften und verordnungsfähigen DiGAs mit aktuellen Informationen, etwa zur Zulassungsstudie, gelistet sind.
Alle durch das BfArM zugelassenen Anwendungen werden im DiGA-Verzeichnis gelistet. Das Verzeichnis wird regelmäßig aktualisiert.
Die digitale Gesundheitsanwendung glucura unterstützt Patienten mit Typ-2-Diabetes bei der Implementierung einer leitliniengerechten Lebensstiltherapie.
Unmittelbares Glucose-Feedback, individuelle, wöchentlich wechselnde Ernährungs- und Bewegungsziele sowie praktische Anleitungen zu Bewegungsübungen und Wissensmodule zu Diabetes und Ernährung sind die Basis der glucura-Lebensstilintervention. Nach dreimonatiger Nutzung erzielen Patienten im Durchschnitt eine Gewichtsreduktion von 3,5 kg und eine Senkung ihres HbA1c um 1,08 %. Für eine nachhaltige Lebensstilverbesserung und die Vermeidung von Folgeerkrankungen ist eine längerfristige Anwendung von glucura empfohlen. Eine neues Rezept kann alle 3 Monate verordnet werden.
Zu Beginn der Therapie tragen Patienten einen Glukosesensor (CGM), der kontinuierlich den Gewebezucker misst. Per Foto und mittels automatischer Mahlzeitenerkennung tracken Patienten ihre Mahlzeiten und erhalten unmittelbares Feedback ihrer postprandialen Blutzuckerreaktionen in Form einer intuitiven Auswertung in Ampel-Farben.
Die, während dieser “Sensorphase” gesammelten Glukosedaten, werden genutzt, um Patienten auch dann eine zuverlässige Auswertung ihrer Blutzuckerreaktionen zu liefern, wenn sie keinen Sensor mehr tragen. Dieser Algorithmus bietet eine wertvolle Hilfestellung zur Umsetzung einer personalisierten niedrig-glykämischen Ernährung.
Während der 10-wöchigen Therapiephase werden Patienten individuelle Wochenziele vorgeschlagen, welche Patienten Schritt für Schritt bei der Implementierung gesünderer Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten unterstützen. Wissenslektionen zu Themen wie Ernährung und Diabetes mellitus ermöglichen ein tiefgreifendes Verständnis für die Therapie, fördern das eigenverantwortliche Management der Erkrankung und steigern die Selbstwirksamkeit der Patienten.
Nein, die DiGA glucura ersetzt weder die Untersuchungen im Rahmen des DMP noch die Mebix-Schulungen. Ganz im Gegenteil: Mebix-Schulungsinhalte werden durch glucura wiederholt und vertieft und das Glucosemonitoring samt individuellem Biofeedback und personalisierter Lebensstiltherapie überführt das in den Schulungen vermittelte theoretische Wissen unmittelbar in die Praxis.
Nein, der Glucose-Sensor ist Teil des Medizinprodukts glucura und wird durch die Verordnung auf Rezept vollständig von der Krankenkasse erstattet.
Er ist im glucura-Startpaket enthalten.
Nein, die Verordnung von DiGA ist budgetneutral. Besonders am Ende eines Quartals ist die Verdnung von DiGA daher eine gute Möglichkeit, um ein kanppes Budget zu schonen.
Nein. In der Regel ergänzen sie die Leitlinientherapie optimal. Im Fall von glucura eignet sich die DiGA sogar zur Umsetzung der ersten Leitlinienempfehlung bei Typ-2-Diabetes, nämlich einer Lebensstilintervention. glucura ist aber nicht nur eine geeignete Therapieoption bei Neudignosen, sondern kann auch bei längerem Bestehen der Erkrankung die Arzneimitteltherapie ergänzen und gleichzeitig mit allen oralen Antidiabetikern verordnet werden.
Keine Sorge – ein zeitlicher Mehraufwand durch die Verordnung von glucura ist nicht zu befürchten. Alle Fragen rund um die glucura-DiGA werden durch unser Team abgedeckt. Weisen Sie Ihre Patienten gerne auf die Option hin, jederzeit ein persönliches Gespräch mit einer qualifizierten Ernährungsfachkraft oder Diabetesberaterin aus unserem Patientenservice-Team führen zu können. Unsere Mitarbeitenden sind neben technischen Nutzerfragen auch für inhaltliche Fragen zur Therapie gerne für Ihre Patienten dar und beraten ausschließlich leitliniengetreu auf Grundlager neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Wird die DiGA glucura bei vorliegender Indikation (Diabetes mellitus Typ 2, ohne Insulintherapie) verordnet, ist kein Regress zu befürchten.
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Perfood Laboratories GmbH im Auftrag von Perfood GmbH
Dankwartsgrube 72
23552 Lübeck
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